Fahrrad Geschichte

Umweltbewusste Menschen treten in die Pedale, um tägliche Fahrten mit dem Fahrrad zu absolvieren. Ihr Fortbewegungsmittel ist modern, blickt aber auf eine Entwicklungsgeschichte von mehreren tausend Jahren zurück.

Eine Chronologie:

Die frühen Jahre: Von der Antike bis zur Erfindung des Laufrades

Old vintage bicycleDas Fahrrad in der Form, die wir heute kennen, nennt man Niederrad. Erfunden wurde es von einem englischen Konstrukteur im Jahr 1890. Um die Geschichte des Fahrrades von Beginn an zu erzählen, muss man allerdings viel weiter ausholen. Der erste Meilenstein wurde nämlich schon vor über 5000 Jahren erreicht.

Um 3500 vor Christus wurde im Orient das Rad erfunden. Da es die Grundlage vieler weiterer Entwicklungen in der Mobilität ist, gilt das Rad als eine der wichtigsten Erfindungen der Menschheit. Im 18. Jahrhundert kamen Erfinder in England auf die Idee, durch Muskelkraft angetriebene Zweiräder zu bauen. Die ersten Modelle wurden im Jahr 1750 konstruiert. Es handelte sich dabei um Laufräder aus Holz, ohne Lenkung und Pedale.

Das 19. Jahrhundert: Luftreifen, Pedale und die Lenkung werden erfunden

Im Jahr 1817 ist Karl Friedrich Freiherr Drais von Sauerbronn in der Entwicklung des Fahrrads ein weiterer Meilenstein gelungen. Er hat das erste lenkbare Fahrrad entwickelt. Nach dem Freiherr benannt, trug dieses Fortbewegungsmittel den Namen ‚Draisine‘. Noch immer waren die Räder aus Holz gefertigt. Die heute üblichen Luftreifen hat der Engländer Robert William Thompson im Jahr 1845 erfunden.

Auch der heutige Antrieb durch Pedale, die sogenannte Tretkurbel ist in dieser Zeit entstanden. Fahrräder wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bereits in großer Stückzahl produziert. Die heutigen Gangschaltungen gab es freilich noch nicht. Daher kam der Franzose Pierre Michaux auf die Idee, das Vorderrad zu vergrößern, um mit einem Tritt eine größere Strecke zurückzulegen. Das Hochrad war erfunden. Aufgrund der hohen Unfallgefahr wurde dieses Gefährt allerdings in vielen Städten rasch verboten.

Ab 1890: Das Fahrrad bekommt den letzten Schliff

In den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts waren die englischen Konstrukteure Starley und Humber an der Weiterentwicklung des Fahrrades maßgeblich beteiligt. Starley entwickelte den Kettenantrieb, die Grundlage der heutigen Gangschaltung. Humber war für die neue Form zuständig. Das bis heute übliche Niederrad. In den vergangenen hundert Jahren wurde das Fahrrad freilich noch an vielen weiteren Stellen verbessert.

Gangschaltungen wurden erfunden. Das in Österreich entwickelte Klapprad erlebte einen Boom. In den letzten Jahren wird vorwiegend am Material des Rahmens gearbeitet. Moderne Titanrahmen sind besonders leicht. Dies sorgt für ein schnelleres Vorankommen.

Die Fahrrad-Geschichte kurz zusammengefasst:

3500 vor Christus: Im Orient wird das Rad erfunden
1750: In England werden die ersten Laufräder konstruiert
1817: Freiherr Drais von Sauerbronn entwickelt das erste lenkbare Fahrrad
1845: Robert William Thompson erfindet den Luftreifen
1860: Das Hochrad wird erfunden
1890: In England wird das erste Niederrad mit Kettenantrieb konstruiert

Bildquellenangabe: Moni Sertel / pixelio.de

Deine Meinung ist uns wichtig

*